Welt-Pressefreiheits-Tag: Yahoo am schlimmsten
Heute, am 3. Mai 2006, ist der "World press freedom day". Die Gemeinschaft "Reporters Without Borders" hat Ihren Jahresbericht 2006 veröffentlicht, in welchem die Situation in jedem Land analyisert und bewertet wird (siehe Karte links, anklicken um zu vergrössern). Die Schweiz belegt Platz 1, Österreich ist auf Platz 16, Deutschland auf Platz 18, Amerika auf Platz 44.
Auch zum Thema Internet gibt es einige interessante Daten. In diesem Zusammenhang hat der Spiegel ein Interview geführt mit dem Leiter des Bereiches Internet von Reporters without Borders. Auf die Frage, wer denn am schlimmsten sei, antwortete er:
"Yahoo, wenn es um E-Mail-Konten und Suchmaschinen geht, und Cisco Systems, wenn es um die Internetüberwachung geht. Yahoo hat, ohne einen Kompromiss zu suchen, sich den Forderungen Chinas gebeugt und als erster seine Suchmaschine zensiert. Keine andere Firma hat Kundendaten herausgerückt - sie sind mit Abstand die schlimmsten. Dann kommt Cisco. Ohne Cisco wäre China nicht in der Lage, das Internet so zu kontrollieren, wie es heute geschieht."
Und zum Thema Google und Yahoo:
(Link zum Spiegel Interview, Link zur deutschen Reporter ohne Grenzen Seite, Link zur internationalen Seite)"Bei Google geht es 'nur' um Zensur - das ist eine andere Sache als bei Yahoo, wo Daten von Mailkunden an chinesische Behörden herausgegeben wurden. Man kann nicht vergleichen, was Yahoo und Google gemacht haben. Google hat versucht einen Kompromiss zu finden. Das Unternehmen ist gegen Zensur, muss aber in China zensieren und blendet deshalb eine Nachricht auf seiner Webseite ein: Bei den Suchergebnissen fehlen einige Einträge wegen lokaler Gesetze. Sie machen transparent, was sie tun."
