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John Frum und die Cargo Kulte

john frum cargo cultWäre eigentlich ein cooler Bandname... Aber zur Sache: Wer sich mit der Entstehung von Kulten oder gar Religionen befasst, wird nicht um die Cargo Kulte herumkommen - vor allem nicht um die Geschichte von John Frum, dem wohl berühmtesten aller Cargo Kulte. Aus der Berliner Zeitung Scheinschlag:

"Gefeiert wird da [Pazifikinsel Tanna] der John-Frum-Tag, der Tag, an dem die mythische Figur John Frum wiederkehren und die Bevölkerung Tannas mit der versprochenen Fülle von Gütern beschenken soll. Die Bewegung ist die berühmteste und vielleicht hartnäckigste von tausend ähnlichen Erscheinungen, die seit hundert Jahren im melanesischen Raum sporadisch ausbrechen. Gemeinhin werden sie Cargo-Kulte genannt, wobei Cargo ein Sammelbegriff für Schiffs- bzw. Flugzeugladungen von Importwaren ist - ein Warenkult also."

Der John Frum Kult entstand während des zweiten Weltkrieges, als die Amerikaner auf der Insel Tanna eintrafen und Männer rekrutierten, um auf der Nachbarsinsel Efate einen Landestreifen für Flugzeuge zu bauen. Als die Arbeiter zurückkehrten und von den für die Tannesen unvorstellbaren Reichtümern der amerikanischen GIs erzählten, brach Chaos aus auf der Insel. Die Inselbewohner, die gerade erst von den Engländern zu Christen gemacht wurden, gingen nicht mehr in die Kirche und begannen, ebenfalls einen Landestreifen zu bauen, in der Hoffnung, dass das, was für die Amerikaner auf Efate funktionierte, auch auf Tanna funktionieren würde. John Frum kristallisierte sich als ihr Messias heraus, obwohl es keine Hinweise auf einen Soldaten mit diesem Namen gibt.

(Link zu Scheinschlag, Link zu Artikel im Smithsonian Magazine)



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